Samstag, 11. September 2021, 16:16 Uhr
von Magnus Rembold

Immer nur Erfolgsgeschichten?

Wenn wir von neuen Ideen hören, wenn neue Firmen oder Gruppen erfolgreich werden, dann hören wir davon, weil sie Erfolg hatten. Von den Misserfolgen hören wir kaum bis nie. Doch vor den Erfolgen stehen oft zahlreiche Misserfolge.

Ich weiss, wovon ich spreche, mit 52 Jahren und diversen Projekten, von denen keines wirklich richtig erfolgreich war, kenne ich Irrwege und Misserfolge aus eigener schmerzhafter Erfahrung gut genug.

Wer tut was gegen unsere selbstgemachten Krisen?

Wenn ich es dann trotzdem immer und immer wieder versuche, hat das weniger mit „Erfolgshunger“ zu tun, als mit einer Art Besessenheit: so ganz gesamt gesprochen, kann ich mich mit dem Zustand der Welt einfach nicht abfinden. Und mit zunehmender Zahl und Schwere der Krisen, die auf uns zukommen wird das nicht besser.

Vielleicht gibt es hier die Eine oder den Anderen, der oder dem es ähnlich geht. Vielleicht kann auch ein Austausch über die eigenen Zweifel, die Irrwege oder auch die Misserfolge eine neue Perspektive aufzeigen? Auch die Art des Miteinander verändern?

Nie war so viel Aufbruch, wie jetzt
— Walt Whitman

Ich befinde mich an einem neuen Aufbruch.
Ein weiteres Mal möchte ich versuchen, etwas neu, etwas anders zu machen, um etwas zu verbessern. Ich möchte zu einem vollständig crowd-finanzierten Gemeinwohl-Entwickler werden.

Warum?
Weil uns die Brutalität und die Auswirkungen der Klimakrise bei genauem Nachdenken grosse Fragen zum Kapitalismus aufwerfen. Es mehren sich die Anzeichen, dass unsere bisherige Weise zu wirtschaften zumindest einen deutlichen Teil zum Problem beigetragen hat.

Der Weg ist steinig. Führt er auch ans Ziel?

Ich möchte das ändern.
Ich möchte die Gemeinwohl-Ökonomie ins Zentrum meines Handelns stellen. Ich will ein gemeinnütziger Software-Entwickler sein, der nicht den eigenen Gewinn in den Vordergrund stellt, sondern konsequent aus der Perspektive „Nutzen für die Gesellschaft“ denkt.

Lustigerweise habe ich den Ansatz schon vor langem adoptiert: „reduce to the max“, der Leitsatz, der das ursprüngliche Automobil Smart begleitet hat, drückt das aus. Den Spruch trage ich seit mehr als 10 Jahren mit mir. Dass es sinngemäss eine der zentralen Maximen der Gemeinwohl-Ökonomie sein würde, war mir damals nicht bewusst.

Weggefährt*innen gesucht

Ich möchte dich einladen, mich auf meinem Weg zu begleiten. Ich werde in unregelmässigen Abständen berichten und versuchen zu reflektieren. Wenn du informiert werden möchtest, kannst du den Newsletter abonnieren.
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Vielen Dank, dass du bis hier mitgelesen hast.